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Hessen und Indien!

Die EU und Indien setzen ein Freihandelsabkommen um (unterzeichnet Januar 2026, Inkrafttreten zum Jahreswechsel), das mit über 2 Milliarden Menschen die größte Freihandelszone der Welt schafft. Da muss Hessen natürlich auch aktiv dabei sein. Kurz zum Abkommen: Der Basiszoll von 150 % wird zunächst halbiert. Das Handelsvolumen von aktuell 180 Mrd. Euro soll sich bis 2032 mehr als verdoppeln. Ein CDU-Antrag erwartet, dass über 50 % der indischen Investitionen nach Hessen fließen – laut FAZ ist Hessen jedoch bereits von Platz 1 auf Platz 3 hinter NRW und Bayern zurückgefallen. Eine KPMG-Umfrage zeigt: 96 % der Unternehmen erwarten positive Effekte, 80 % planen Investitionsausbau, aber 58 % nennen Bürokratie und 34 % Korruption als Hürden.

Zentraler Kritikpunkt ist die geplante erleichterte Zuwanderung indischer Fachkräfte, unter anderem über ein neues „EU Legal Gateway Office“ in Indien. Dem steht ein 2025 vom Central Bureau of Investigation aufgedeckter Korruptionsskandal gegenüber: Beamte und private Hochschulen verkauften gefälschte medizinische Abschlüsse ohne echte Qualifikation – allein 36.000 an einer Universität, landesweit möglicherweise Hunderttausende, ausgestellt über gefälschte Institutionen, die kaum als solche erkennbar sind. Über 20 „Fake Universities“ sind erfasst, auch die Akkreditierungsstelle NAAC gilt als korruptionsanfällig. Singapur und Australien verschärfen ihre Visumspolitik gegenüber Indien bereits. Eine überschlägige Rechnung geht von 100.000 zusätzlichen Menschen jährlich in Hessen aus, mit Folgen für Behörden, Wohnungsmarkt, Bildungs- und Gesundheitssystem sowie Infrastruktur.